Die besondere Lage in der Schulsozialarbeit

Die besondere Lage in der Schulsozialarbeit

Das Virus prägte auch die Arbeit der im Kanton Thurgau tätigen Schulsozialarbeitenden.

Am Freitag hielt der Verein «Schulsozialarbeit Thurgau» seine Mitgliederversammlung ab. Diesmal digital. Dem Jahresbericht des Präsidenten Michi Praschnig war zu entnehmen, dass während dem ersten Lockdown viel improvisiert werden musste und man mit verschiedenen Fachstellen zusammengearbeitet habe. Die Befürchtung war gross, dass es zu einer Zunahme von Gewalt kommen könnte – was nicht bestätigt wurde. Mittlerweile weiss man aber, dass es zu einer Zunahme von Gewalt und Problemen in Familien kam. Wobei auch die Schulsozialarbeitenden (SSA) trotz teilweise erhöhtem Bedarf nach Wegen suchten um beruhigend unterstützen zu können.

Der Höhepunkt

Highlight im Vereinsjahr war die Fachtagung von «Schulsozialarbeit Ost». Es war eine Veranstaltung die im Pentorama Amriswil stattgefunden hätte – man sich aber schliesslich entschloss eine Online-Veranstaltung an der 120 Personen teilnahmen durchzuführen. Erfreulicherweise stieg die Mitgliederzahl des Vereins im V erlaufe des Jahres auf über 60 Personen. Was zu wenig mehr Einnahmen führte und dass  für persönliche Treffen (Fachtagungen) ein grösserer Raum notwendig wird. Danach kam es zu Verabschiedungen aus dem Vorstand.

Regionalgruppen

Verabschiedet wurden Mangalika Runge und Markus Notter. Ihre mehrjährigen Arbeiten wurden verdankt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Daniel Plaissant, Schulsozialarbeiter in der Volksschulgemeine Amriswil, Hefenhofen und Sommeri sowie Floo Steinbrunner, SSA in der Primarschule Weinfelden. Im Vorstand verbleiben Präsident Michi Praschnig, Claudia Ullmann und Peter Spirig. Weiter wurden unter anderem die Intervisionsgruppen angesprochen. Es handelt sich um unterschiedlich aktive Regionalgruppen mit der Möglichkeit sich schnell und intensiv austauschen zu können.

Erhöhter Bedarf

Nach einer Pause wurden die Teilnehmenden in Gruppen eingeteilt in denen unter anderem der Frage nachgegangen wurde wie der Zugang zu Kindern und Jugendlichen auch in Zeiten mit eingeschränkten Kontakten gelingen kann. Aber auch wie man in besonderen Zeiten den Kontakt mit den Eltern pflegt, was bei einer Onlineberatung beachtet werden muss und wie die Schulsozialarbeit mit dem Spagat Angebot und erhöhtem Bedarf umgehen kann. Peter Spirig (psp)

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