Die SSA während der ausserordentlichen Lage

Die SSA während der ausserordentlichen Lage

Gefordert waren in der Zeit der ausserordentlichen Lage auch die Schulsozialarbeiterinnen und –arbeiter. Als die Schulen ihre Türen wieder öffneten erstellte der Vorstand des Vereins Schulsozialarbeit Thurgau zuhanden seiner zahlreichen Mitglieder einen Fragebogen

Aus den Antworten konnte unter anderem gelesen werden, dass Befürchtungen betreffend des wirtschaftlichen Drucks auf die Eltern und des künftigen Angebotes an Lehrstellen bestehen. Berichtet wurde, dass einige Schulen das Onlineangebot ausgebaut und andere ein Betreuungsangebot auf die Beine gestellt haben. Wovon auch die Schulsozialarbeiterinnen sowie –arbeiter profitierten und das niederschwellige Angebot auch in kleinen Schulen wo immer möglich aufrecht erhielten.

Ein offenes Ohr auch für Eltern

Einige hatten persönliche Kontakte etwa auf „Getränketouren“. Abgegeben wurden da und dort Kochrezepte oder Ideen welche Spiele man mit Eltern machen könnte. Durchgeführt wurden zudem Online Songcontests und Spaziergänge wobei Schülerinnen und Schüler von Problemen berichten konnten. Wo gewünscht hatte man auch ein Ohr für die Eltern.

Probleme in den Abschlussklassen

Andererseits berichteten Schulsozialarbeiterinnen und –arbeiter, dass es schwierig war mit Kindergartenkindern und Primarschülern Kontakt zu halten. Sie haben in der Regel weder Handy noch PC. Beobachtet wurde, dass einige Eltern überfordert waren und dass es zu häuslicher Gewalt sowie zu Trennungen kam. Zudem sei der Heimunterricht für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedürfnissen nicht einfach gewesen. Berichtet wurde, dass der grösste Teil sich am Schluss auf die Schule, auf Gspänli und auf Freunde freuten. Wobei Jugendliche geäussert hätten, hoffentlich bald wieder in Vereinen Sport betreiben zu können. Motivationsprobleme wurden bei  Abschlussklasssenschülerinnen und –schülern beobachtet. Bei grösseren Problemen habe man eine Triage zu Fachstellen anbieten können.

Das Online-Treffen

Zudem wurde berichtet, dass einige Jugendliche Nachbarn, dem Hausmeister, sich gegenseitig oder Senioren unterstützt hätten. Aber auch, dass sie sich in Gruppen trafen. Gewünscht wurde vom Vorstand dass man sich online getroffen hätte. Dieser hat sich entschlossen – sollte es zu einer zweiten Welle kommen – solche Treffen ins Auge zu fassen. Laut Präsident Michi Praschnig sind derzeit die Primar- und Sekundarschulen sowie die Schulsozialarbeit wieder regulär tätig. Peter Spirig (psp)

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