Mobbing-Nulltoleranz und die Schulsozialarbeit

Mobbing-Nulltoleranz und die Schulsozialarbeit

Im Herbst 2019 wurde von thurgauer Kantonsrätinnen verschiedener Parteien eine Leistungsmotion unter dem Titel „Nulltoleranz an thurgauer Schulen“ dem Präsidium des Kantonsrates eingereicht. Sie machten in der Begründung hauptsächlich darauf aufmerksam, dass es an thurgauer Schulen es zu keinem Mobbing mehr kommen darf. Worauf den Initiantinnen vom Vorstand des Vereins Schulsozialarbeit Thurgau, der von der Motion Kenntnis erhielt, ein Brief zugestellt wurde in dem er sein Interesse zur Zusammenarbeit signalisierte. Begründet wurde das Interesse mit dem Hinweis, dass es sich bei den Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern um neutrale Ansprechpersonen handelt die in erster Linie der sozialen Entwicklung und dem Wohle des Kindes und Jugendlichen verpflichtet sind. Wobei das Thema Mobbing immer wieder zum Alltag einer Schulsozialarbeiterin oder eines Schulsozialarbeiters gehöre. Es ist aber längst nicht das einzige Problem. Die Schulsozialarbeit beschäftigt sich mit vielen Themen die ihren Grund nicht unbedingt in der der Schule haben müssen, schliesslich aber zu Mobbing führen könnten.

Vernetzungshilfen

Im Kanton Thurgau gibt es seit einigen Jahren immer mehr Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter. Derzeit an bereits an mehr 40 Schulen. Damit ist erwiesen dass etliche – aber längst nicht alle Schulen – die Schulsozialarbeit eingeführt haben. Einige Schulen haben in Sachen Schulsozialarbeit sich zu einem Verbund zusammen geschlossen. Dabei handelt sich vor allem um kleinere Schuleinheiten. Wobei auch hier meist erkannt wurde, dass es wichtig ist, dass die Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter nahe an den Kindern und Jugendlichen dran sind. Sie können damit dem Mobbing sowie den anderen Themen schnell begegnen und bei Bedarf präventive Handlungen in die Wege leiten. Trotzdem die Schule ein sehr wichtiges und prägendes Lernfeld für Kinder und Jugendliche ist haben aber – wie oben erwähnt – noch längst nicht alle Bildungseinreichtungen ein solches Angebot. Um vorwärts zu kommen und die eigene Weiterbildung nicht zu vernachlässigen wurde im Thurgau der Verein „Schulsozialarbeit Thurgau“ gegründet. Geführt wird er von einem Vorstand bestehend aus Präsident Michi Praschnig, Claudia Ulmann, Mangalika Runge und Vizepräsident Peter Spirig. Unter anderem hat sich der Vorstand zur Aufgabe gesetzt, jenen Gemeinden und Schulbehörden die eine Schulsozialarbeit aufbauen wollen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Auch bezüglich der Information der Öffentlichkeit. Zudem ist man bemüht mit anderen Fachleuten zusammen zu arbeiten und bietet wo immer danach gefragt wird eine Vernetzungshilfe an.

Schweigepflicht

Betont wird, dass die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter in erster Linie immer wieder offene Ohren für Kinder und Jugendliche haben. In zweiter Linie aber auch für Eltern und Lehrpersonen. Dabei wird auf Grundlage der Schweigepflicht gearbeitet. Peter Spirig (psp)

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